CHECKLISTE FÜR ELTERN
Kindervideos ohne Werbung bewusst auswählen.
Wenn du Kindervideos ohne Werbung suchst, lohnt sich ein Blick auf das gesamte Angebot: auf die Videos selbst, die Auswahl für dein Kind und das Ende der Wiedergabe. Mit diesen fünf Fragen kannst du eine Video-App oder Mediathek Schritt für Schritt prüfen.
Von Nimo · Stand:
Wir entwickeln selbst eine Kinder-Video-App. Diese Checkliste erklärt unsere Auswahlkriterien und ist kein unabhängiger Produkttest.
Was bedeutet „ohne Werbung“ bei Kindervideos?
Ein Angebot kann auf Werbeunterbrechungen verzichten, während im Video trotzdem Produkte beworben werden. Achte deshalb auf beide Ebenen: die Anzeigen der Plattform und die kommerziellen Inhalte des einzelnen Videos.
Das Internet-ABC beschreibt unter anderem Produktvorstellungen und Unboxing als Werbeformen, die in Videoinhalte eingebunden sein können. Ein fehlender Werbespot allein sagt also noch wenig über das aus, was dein Kind tatsächlich sieht. Werbeformen bei Videos erklärt das Internet-ABC.
„Werbefrei“ bedeutet außerdem nicht automatisch „kostenlos“. Prüfe vor einer Anmeldung, ob ein Abo erforderlich ist, welche Funktionen enthalten sind und wie du es wieder beenden kannst.
Fünf Fragen vor dem ersten Video
Öffne das Angebot zunächst selbst und probiere die folgenden Punkte aus. Die Checkliste kannst du auch über die Druckfunktion deines Browsers ausdrucken.
Wo begegnet deinem Kind Werbung?
Starte ein Video und sieh dir auch die Auswahlseite an. Gibt es Anzeigen, Kaufaufforderungen, Produktvorstellungen oder Links zu Shops? Prüfe zusätzlich, ob sich die Werbefreiheit nur auf einen bestimmten Tarif bezieht.
Passt das einzelne Video zu deinem Kind?
Sieh dir Inhalt, Sprache und Erzähltempo an, statt dich nur auf Titel oder Vorschaubild zu verlassen. Überlege, welche Themen dein Kind bereits kennt und was ihr gemeinsam besprechen möchtet. Eine Altersangabe kann dir Orientierung geben, ersetzt aber nicht deine eigene Einschätzung.
Was passiert nach dem Ende?
Lass ein Video vollständig durchlaufen. Startet automatisch ein weiteres? Kommen Empfehlungen hinzu oder führt ein Wischen zu neuen Inhalten? Prüfe, ob dein Kind dadurch Videos erreichen kann, die du noch nicht angesehen hast.
Wie genau lässt sich die Auswahl begrenzen?
Unterscheide zwischen der Freigabe eines ganzen Kanals und einzelner Videos. Sieh nach, ob neue Uploads automatisch sichtbar werden und ob sich eine Freigabe wieder entfernen lässt. Bei mehreren Kindern ist außerdem hilfreich zu wissen, ob jedes eine eigene Auswahl bekommt.
Wie funktionieren Pausen und Elternschutz?
Teste ein kurzes Zeitlimit und beobachte, ob das Video sofort stoppt oder noch zu Ende läuft. Prüfe, welche Einstellungen dein Kind selbst ändern kann und ob der Elternbereich geschützt ist. Besprecht vorher, wann Schluss ist und was ihr anschließend machen möchtet.
Für gemeinsam vereinbarte Regeln bietet das Internet-ABC einen Mediennutzungsvertrag. Darin können Familien festhalten, welche Inhalte sie nutzen und welche Absprachen für Kinder und Eltern gelten.
Wie wir Kindervideos bei Nimo auswählen
Bei Nimo sind zwei Freigaben vorgesehen: Wir prüfen eingereichte Videos persönlich. Anschließend entscheidest du für jedes Kinderprofil, welche Videos in der Mediathek erscheinen. Ein neuer Upload wird nicht automatisch für dein Kind sichtbar.
Der Kinderbereich ist werbefrei und zeigt keine Empfehlungen außerhalb deiner Auswahl. In den bereits entwickelten Elternfunktionen kannst du tägliche Limits und erlaubte Uhrzeiten festlegen. Beim Erreichen des Tageslimits darf ein laufendes Video noch zu Ende gehen.
Nimo ist in Entwicklung und noch nicht im App Store erhältlich. Starttermin, Preise und der genaue Startkatalog stehen noch nicht fest. Auf unserer Website kannst du dir das Prinzip als klar gekennzeichnete Beispieldemo ansehen.
So funktionieren Videoprüfung und Elternfreigabe bei Nimo →Weiterführende Informationen für Eltern
Diese Angebote ergänzen die Checkliste mit Informationen zur Medienbegleitung. Die Verlinkung bedeutet keine Kooperation oder Empfehlung von Nimo durch die genannten Organisationen.
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